Der Kaminofen, der aus Skandinavien kommt und somit auch als Schwedenofen bekannt ist, ist der perfekte Wärmespender für all diejenigen, die sich das Erlebnis „Feuer“ nach Hause holen möchten. Voraussetzungen zur Inbetriebnahme eines Kaminofen: Nachdem die Eignung des Schornsteins, die Verbrennungsluftversorgung und die Sicherheitsabstände von ihrem Schornsteinfegermeister positiv bewertet wurden, kann ihr Kaminofen fachgerecht aufgebaut werden. Heizen eines Kaminofens: Bevor im Kaminofen Feuer gemacht werden kann, muß die Primär- und Sekundärluft geöffnet sein. Wenn das Holz richtig verbrannt wird, setzt es nicht mehr CO² frei, als ein Baum im Laufe seines Lebens wieder aufnimmt. Heizen mit Holz ist daher eine saubere Sache. Weiterhin macht das Heizen mit Holz auch unabhängig von jenen Energieträgern, die preislich nicht nur instabil sondern auch nicht endlos verfügbar sind. Ein Kubikmeter Holz reicht ungefähr einen Monat lang und erzeugt in etwa so viel Wärme, wie 200 Liter Heizöl. Der Raummeter Holz kostet etwa 50 Euro, während man für das Öl 130 Euro zahlen muss. Das macht am Ende eine Einsparung von ungefähr 80 Euro. Der Brennraum: Die Sekundärluft muss immer richtig dosiert sein und dort hingeführt werden, wo eine hohe Umgebungstemperatur ( >500°C) vorhanden ist, damit man die besten Verbrennungsergebnisse erreicht. Die Brennräume bestehen dadurch häufig aus Wehalite- oder Skamolplatten. Diese Platten sind Sedimentgesteine mit Aluminiumoxidpartikeln, die eine sehr gute Wärmereflexion besitzen, wodurch eine hohe Feuerraumtemperatur entsteht. Skamolplatten im Kaminofen bewirken außerdem eine geringeres Verrußen der Sichtscheibe. Eine mechanische Reinigung ist dadurch nicht nötig und soll auch vermieden werden, da es zu Beschädigungen an der Oberfläche kommen kann. Raumheizvermögen eines Kaminofens: Ein Kaminofen sollte für den jeweiligen Wohnraum nicht zu groß sein. Überdimensionierte Öfen können nicht optimal ausbrennen, weil sie ständig gedrosselt werden müssen. Dadurch können rauchgasführende Teile verteeren und die Sichtscheibe beschlagen. Verrußte Scheiben: Verrußte Scheiben sind ein häufiges Problem bei einem Kaminofen mit Glastüren. Grund dafür ist, dass die Abgase an der relativ kalten Scheibe kondensieren und somit die innere Oberfläche schwärzen. Öffnet man während des Brennvorgangs im Kaminofen die Tür, so kann es passieren, dass unangenehmer Rauch austritt. Dies entsteht dadurch, dass der Schornstein die achtfache Luftmenge fördern muß. Schamottsteine des Kaminofens gebrochen: An den Schamottsteinen eines Kaminofens findet man häufig dünne Risse; die jedoch ganz normal sind, da sich hier häufig Temperaturen bis zu über 600°C bilden. Diese hohen Temperaturen verhindern Kondensation und Teerbildung, sorgen aber auch für eine ideale Nachverbrennung. Kaminofen „zieht“ nicht: Ein verschmutztes Verbindungsstück oder der Schornstein selber ist häufig die Ursache dafür, dass der Kamin nicht zieht. Beim Anheizen wird oft der Rauch zurück gedrückt, weil der Schornstein noch nicht warm ist. Er zieht nur, wenn er außen wärmer ist als innen. Grundsätzlich sollten Sie wenig Holz auflegen und auch die Flamme klein halten, denn die meisten Kaminöfen haben eine Wärmeleistung von 6-8 kW und damit für ein durchschnittliches Wohnzimmer viel zu groß. Ferner sollten die Holzstücke nicht zu klein sein. Es kann daran liegen, dass das Brennholz nicht vollständig durchgetrocknet ist, wodurch nur der Teil verbrennt, der direkt im Glutbett des Feuers liegt. Nasse Reste im Kaminofen erlöschen, sobald die zusätzliche Wärmequelle versiegt.
Kaminöfen gibt es in vielen verschiedenen Formen und Farben, mit Speck-, Natur- und Keramiksteinen verkleidet. Der metallische Kaminofen hat einen Feuerraum, der meist mit Schamottplatten ausgelegt ist und eine Glastüre besitzt. Die Wahl des Kaminofens hängt aber nicht nur vom persönlichen Geschmack ab, sondern auch vom vorhandenen Schornstein.
Ein Kaminofen besteht in der Regel aus mehreren Teilen, so dass er demontiert, transportiert und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden kann.
Die Brennstoffe, die für einen Kaminofen benötigt werden sind Gas oder Öl, hauptsächlich aber Holz.
Der Kaminofen wird im Haus auf eine Brandschutzplatte gestellt und durch ein Rauchrohr an den Kamin angeschlossen. Die Schamottsteine und die Kacheln geben die gespeicherte Wärme, die im Kaminofen erzeugt wird, gleichmäßig und optimal an die Umgebung ab, ohne das die Raumluft austrocknet. Die wohltuende, gesunde Strahlungswärme kommt der Sonnenwärme gleich. Eine entsprechende Ausstattung – etwa ein Backfach - vorausgesetzt, kann man im Kaminofen sogar Speisen zubereiten.
Dabei muß darauf geachtet werden, dass die Verbindungstücke direkt steigend zum Schornstein angebracht werden.
Achten Sie beim Kauf unbedingt darauf, dass der Kamin DIN-geprüft ist.
Die Anleitung, die dem Kaminofen beigefügt ist, sollte gründlich durchgelesen werden, wobei auch die Richtlinien des Herstellers befolgt werden müssen.
Bei der ersten Inbetriebnahme des Kaminofens müssen alle Fenster im Raum geöffnet werden, um eine Geruchsbelästigung durch Nachtrocknung der Schutzlackierung zu vermeiden.
Es sollte nur trockenes Holz bevorzugt Ahorn, Birke und Buche für den Kaminofen benutzt werden. Das Holz sollte mindestens 2 Jahre gelagert worden sein, denn frisches Holz hat viel weniger Heizwert.
Zum Anzünden des Feuers eignen sich Anzündwürfel, auf die Reisig und kleine Holzstücke gelegt werden können. Die Feuertür sollte dabei nur angelehnt sein, um zu verhindern, dass die Rauchgase an der Sichtscheibe kondensieren und die Scheibe beschlägt. Es sollte nur soviel Brennmaterial für den Kaminofen benutze werden, wie in der Anleitung angegeben wurde und wie Wärmebedarf besteht. Beim Nachlegen von Brennmaterial öffnen Sie die relativ große Tür nur vorsichtig, damit keine Rauchgase, veranlaßt durch eine Sog-Wirkung, in den Raum treten. Wenn der Kaminofen Betriebstemperatur erreicht hat, muss die Primärluft soweit geschlossen werden, dass noch Flammen vorhanden sind. Es wird jedoch geraten, die Sekundärluft geöffnet zu lassen, um eine Beschlagen der Sichtscheibe zu verhindern. Der Drosselbetrieb ist möglichst gering zu halten, da er sowohl zu starker Verschmutzung der Rauchgasabzüge, des Feuerraums und der Sichtscheibe führt als auch zu unnötiger Umweltbelastung.
Heizen mit Holz:
Achten Sie bei Ihrem Kaminofen nicht nur auf das Design, sondern ganz besonders auf ein schadstoffarmes Verbrennungssystem (Regensburger-/Münchner-Verordnung).
Der Kaminofen kann mit jeder Art von unbehandeltem Holz beheizt werden, Hauptsache es ist mindestens 2 Jahre gelagert und trocken. Auch was die Holzmenge betrifft, zeigt der Kaminofen sich äußerst bescheiden und fängt sehr schnell Feuer. Verfeuern Sie keine mit Holzschutzmitteln bearbeiteten Holzreste, gehäckseltes Holz sowie Rinden- und Spanplattenabfälle.
Das Raumheizvermögen eines Kaminofens wird entsprechend DIN18893 in drei verschiedenen Größen angegeben. Die günstigsten Heizbedingungen besitzen Wohnräume, die nach Süden ausgerichtet sind und nur eine Außenwand besitzen. Wohnräume mit nur einer Außenwand, aber unbeheizten Nebenräumen bieten weniger günstige Heizbedingungen. Die ungünstigsten Heizbedingungen bieten Räume mit 2 Außenwänden und Nordlage.
Faustregel ist etwa, dass Sie pro kW Nennwärmeleistung mindestens 15-20 m³ Wohnraum beheizen können. Häufige Probleme
Um verrußte Scheiben zu verhindern, sollte das Brennmaterial immer quer und weit nach hinten in den Kaminofen geschoben werden. Das Holz muss trocken und unbehandelt sein.
Bei guten Kaminöfen zeiht die vorgeheizte Verbrennungsluft an der Scheibe entlang, wodurch ein Verrußen der Scheibe vorgebeugt wird; dies funktioniert aber nur, wenn die Primärluft ganz geschlossen oder weit gedrosselt wird.
Verrußte Scheiben können aber auch durch Undichte des Kaminofens auftreten. Eine andere Möglichkeit ist, dass der Kaminofen nicht mit einer funktionsfähigen „Scheibenspülung“ ausgestattet ist. An Kaminöfen an denen die Sekundärluft nicht eingestellt werden kann, hilft nur eine Drosselklappe im Abgasrohr, die ein unkontrolliertes Abrennen des Brennmaterials verhindert.
Ein Kaminofen, der ganz auf die Sekundärluftregelung verzichtet ist für eine Holzverbrennung nicht geeignet, eher für Steinkohle und Briketts.
Rauchaustritt beim Holznachlegen:
Der Schornstein sollte vor dem Kauf eines Kaminofens mit Panoramascheibe geprüft werden, ob der Schornstein geeignet ist. Sollte die nicht der Fall sein, kann man ausweichen auf einem Kaminofen mit geteilter oder kleiner Tür.
Sollten Sie schon einen Kaminofen besitzen und mit diesem Probleme haben, helfen manchmal die nachfolgenden Informationen.
Ein senkrechter Rauchabzug nach oben hin ist vorteilhafter als ein Abgang nach hinten. Prüfen sie auch, ob das Verbindungsstück zwischen Kaminofen und Schornstein sauber ist.
Wenn es eine Drosselklappe im Verbindungsstück gibt, prüfen ob diese offen steht.
Die Tür des Kaminofens erst einen Spalt öffnen, und nach einiger Zeit nur soweit wie nötig öffnen, um das Holz nachzulegen. Das Holz nur quer und weit hinten in den Brennraum legen.
Sollten jedoch Teile der Schamottierung in den Kaminofen fallen, so sollte ein Fachmann hinzugezogen werden, denn es kann zu Schäden am Mantel der Feuerstätte kommen.
Im Notfall hilft es, wenn Sie Papier in der untere Reinigungsöffnung anzünden. Dann wir der erzeugte Auftrieb für den Anheizvorgang genutzt. Auch der Querschnitt des Schornsteines kann zu klein sein oder die Tür des Kaminofens.
Holz brennt zu schnell:
Das Problem kann aber auch an ihrem Kaminofen liegen, wenn bei diesem nämlich die Türdichtungen oder der Scheibenrahmen undicht sind. Sollte die Scheibe beim Anfassen klappern, ist der Dichtrahmen nachzuziehen. Auch die Türdichtung und die Ascheschublade des Kaminofens müssen regelmäßig auf die Dichte kontrolliert werden.
Bei einem qualitativ einfachen und preiswerten Kaminofen kann dieses Problem häufig auftreten.
Holz brennt nicht vollständig ab:
Auch die Konstruktion der Feuerstätte kann eine Ursache sein. Am idealsten ist die Verbrennung in einem Glutbett, ähnlich einem Lagerfeuer. Das Holz im Kaminofen sollte keine Luft vom Rost her bekommen, sondern von oben und von der Seite her. Lediglich zum Anheizen gibt man Primärluft von unten bei, danach sollte sie so schnell wie möglich geschlossen werden und die Luftzufuhr nur noch mit der Sekundärluft regeln.
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